Horstgräser wachsen in geschlossenen Büscheln (Horsten) — jeder Halm entspringt direkt einem zentralen Wurzelstock. Sie breiten sich nicht seitlich aus wie Ausläufer-Treiber.
Typische Horstgräser im Rasen:
- Deutsches Weidelgras (Lolium perenne) — Standard-Spielrasen-Gras
- Rohrschwingel (Festuca arundinacea) — extrem trittfest, aber grob
- Wiesenrispe (Poa pratensis) — milde Ausläufer, eher Übergangsform
Konsequenz für die Pflege: Reine Horstgras-Rasen haben kein Selbstheilungs-Potenzial. Wenn eine Stelle kahl wird (Hund-Urin, Vertrocknung, Trittspur), muss sie nachgesät werden. Das ist ein Grund, warum Nachsaat bei Sport- und Stadionrasen jährlich Routine ist.
Moderne RSM-Mischungen kombinieren Horstgräser (für Trittfestigkeit) mit Ausläufer-Treibern (für Lückenschluss). Reine Horstgras-Bestände sind im Hausgarten selten sinnvoll.