Ausläufer sind Sprosse, mit denen sich eine Pflanze vegetativ vermehrt — also seitlich ausbreitet, ohne neu zu samen. Im Rasen gibt es zwei Varianten:
- Oberirdische Stolonen (Beispiel: einige Poa-Arten) — kriechen über der Bodenoberfläche, wurzeln punktuell ein.
- Unterirdische Rhizome (Beispiel: Rotschwingel) — wachsen flach unter der Erde und treiben neue Halme nach oben.
Warum das praktisch wichtig ist: Rasen mit ausläufertreibenden Gräsern schließt kleine Lücken von selbst — Kahlstellen wachsen über Wochen zu, ohne Nachsaat. Rasenmischungen für Spielrasen oder Sportplätze enthalten deshalb gezielt Ausläufer-Treiber.
Gegenmodell: Horstgräser wachsen nur in die Höhe und Breite, nicht in die Fläche. Reine Horstgras-Bestände müssen kahle Stellen aktiv nachgesät bekommen.
In modernen RSM-Mischungen sind beide Typen vertreten — die Mischung bestimmt das Verhalten.