Stresstoleranz beschreibt, wie gut eine Gras-Art ungünstige Bedingungen wegsteckt. Verschiedene Stressformen werden von verschiedenen Sorten unterschiedlich gut vertragen — eine universell stressresistente Gras-Sorte existiert nicht.
Hauptstress-Typen im Hausrasen:
| Stresstyp | Tolerante Gräser |
|---|---|
| Tritt | Deutsches Weidelgras, Lägerrispe |
| Trockenheit | Schafschwingel, Festuca-Mischungen |
| Schatten | Rotschwingel, Hain-Rispe |
| Hitze | Rohrschwingel, Bermudagras (selten in DE) |
| Kälte | Wiesenrispe, Rotschwingel |
Praxis-Folge: Sortenmischungen (RSM) kombinieren mehrere Toleranzen — eine reine Sorte hat immer eine Schwachstelle. Daher ist die richtige Mischung wichtiger als die richtige Sorte.
Bei lokalem Stress: Wenn ein Standort eine eindeutige Belastung hat (z.B. heißer Süd-Hang oder dauerhaft beschattete Ecke), eine Mischung mit Schwerpunkt auf diesem Stress wählen — Standard-Mischungen sind Kompromisse.