Glossar · Problem

Wurzelhalsfäule

Pilzerkrankung am Übergang zwischen Wurzel und Halm. Tritt vor allem bei Staunässe und überdüngtem Boden auf. Befallene Halme lassen sich ohne Widerstand abziehen.

Wurzelhalsfäule ist ein Sammelbegriff für mehrere bodenbürtige Pilzerkrankungen (häufig Pythium, manchmal Fusarium), die den Halm-Wurzel-Übergang zersetzen. Der Halm wirkt unten gequetscht, verfärbt sich bräunlich, und lässt sich mit minimalem Zug aus dem Boden ziehen.

Begünstigt durch: Staunässe, schwere Lehmböden ohne Belüftung, hoher Stickstoff-Überschuss, dichter Filz, ungelüftete Halme nach Abendwässern.

Was hilft: Ursachen-Therapie statt Symptom-Bekämpfung. Aerifizieren im Frühjahr, Sand-Topdressing auf schwerem Boden, Düngung reduzieren bis sich der Pilz zurückzieht, morgens statt abends wässern.

Wann zum Profi: wenn großflächig (>20 % der Fläche) und mehrere Saisons hintereinander — dann oft Hinweis auf strukturelles Bodenproblem, das Profi-Bodenanalyse + ggf. Sandbettung braucht.

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