Langzeitdünger geben ihre Nährstoffe schrittweise ab — gesteuert durch Bodenfeuchtigkeit, Temperatur oder eine Polymerhülle um das Granulat. Der Rasen wird nicht auf einmal mit Stickstoff geflutet, sondern kontinuierlich versorgt.
Vorteile gegenüber Schnelldüngern:
- Kein Verbrennungsrisiko bei korrekter Dosierung
- Weniger Arbeit (1–2 Düngegaben pro Saison statt 3–4)
- Gleichmäßigeres Wachstum, weniger Wachstumsschübe
- Geringeres Auswaschungsrisiko nach Regen
Typische Formulierungen:
- Polymerbeschichtet (PCU): Hülle löst sich temperaturgesteuert auf — zuverlässigste Wirkungsdauer
- Schwefelbeschichtet (SCU): Günstiger, etwas ungleichmäßigere Freisetzung
- DMPP-stabilisiert: Stickstoff wird im Boden länger gehalten, nicht verkapselt
Wann einsetzen: Frühjahr (März/April) als Hauptdüngung. Ende Mai ergänzend wenn nötig. Für Herbst eignen sich spezielle Herbstdünger mit angepasstem NPK (wenig N, viel Kalium).