Glossar · Nährstoff

Langzeitdünger

Dünger mit gesteuerter Nährstofffreisetzung über 2–6 Monate. Schützt vor Verbrennungen, reduziert Düngegänge und gibt dem Rasen gleichmäßig Nährstoffe.

Langzeitdünger geben ihre Nährstoffe schrittweise ab — gesteuert durch Bodenfeuchtigkeit, Temperatur oder eine Polymerhülle um das Granulat. Der Rasen wird nicht auf einmal mit Stickstoff geflutet, sondern kontinuierlich versorgt.

Vorteile gegenüber Schnelldüngern:

  • Kein Verbrennungsrisiko bei korrekter Dosierung
  • Weniger Arbeit (1–2 Düngegaben pro Saison statt 3–4)
  • Gleichmäßigeres Wachstum, weniger Wachstumsschübe
  • Geringeres Auswaschungsrisiko nach Regen

Typische Formulierungen:

  • Polymerbeschichtet (PCU): Hülle löst sich temperaturgesteuert auf — zuverlässigste Wirkungsdauer
  • Schwefelbeschichtet (SCU): Günstiger, etwas ungleichmäßigere Freisetzung
  • DMPP-stabilisiert: Stickstoff wird im Boden länger gehalten, nicht verkapselt

Wann einsetzen: Frühjahr (März/April) als Hauptdüngung. Ende Mai ergänzend wenn nötig. Für Herbst eignen sich spezielle Herbstdünger mit angepasstem NPK (wenig N, viel Kalium).

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