Kompost ist nicht “nur Dünger”. Er ist gleichzeitig Bodenverbesserer, Nährstofflieferant und Mikrobiom-Booster. Wer regelmäßig hochwertigen Kompost auf den Rasen bringt, baut über Jahre einen messbar besseren Boden auf.
Was Kompost im Rasenboden bewirkt:
- erhöht den Humus-Anteil — Wasserspeicherung steigt deutlich
- bringt lebendes Bodenleben ein (Mikroorganismen, Pilze)
- gibt Nährstoffe langsam frei — keine Verbrennungsgefahr
- verbessert die Krümelstruktur, besonders auf Sand- oder Lehmboden
- senkt das Risiko für Pilzkrankheiten durch mikrobielle Konkurrenz
Anwendung als Topdressing auf Rasen:
- Kompost durch ein 5-mm-Sieb drücken (oder fertigen feinen Kompost kaufen)
- Dünn ausstreuen — maximal 5 mm, sonst werden die Halme erstickt
- Mit Besen oder Schleppmatte zwischen die Halme einarbeiten
- Wässern
Mengen: 1–3 l/m² pro Anwendung. Frühjahr und Herbst sind die besten Zeitfenster.
Wichtig: Qualität. Nicht jeder Kompost taugt für Rasen:
- Gut: reifer Gartenkompost, mind. 6 Monate alt, krümelig, erdig riechend
- Schlecht: frischer Kompost (verbrennt), grober Kompost (verfilzt), unkrautsamenhaltiger Kompost (sät Beikraut)
Wer keinen eigenen Kompost hat: zertifizierter RAL-Gütekompost aus Kompostwerken ist eine saubere Alternative.