Glossar · Boden

Humus

Organische Substanz im Boden, entstanden aus zersetzten Pflanzen- und Tierresten. Verbessert Wasserhaushalt, Nährstoffspeicherung und Bodenleben — Grundlage gesunder Böden.

Humus ist das Gedächtnis des Bodens. Er entsteht langsam — über Jahre und Jahrzehnte — aus abgestorbenem organischem Material, das Bodenmikroorganismen umwandeln.

Was Humus leistet:

  • Wasserspeicherung: 1 g Humus kann bis zu 20 g Wasser binden — entscheidend in Trockenphasen
  • Nährstoffpuffer: Humus hält Stickstoff, Kalium und andere Nährstoffe im Boden, statt sie ausregnen zu lassen
  • Bodenstruktur: Humus verkittet Mineralkörner zu stabilen Aggregaten — der Boden wird krümelig, luftig, weniger verdichtungsanfällig
  • Bodenleben: Regenwürmer, Pilze und Bakterien brauchen organische Substanz als Nahrung

Humus im Rasen aufbauen:

  • Mulchen statt Sammeln: Schnittgut bleibt auf dem Rasen und verrottet
  • Kompost einarbeiten oder als Topdressing auftragen
  • Bodenleben fördern: kein Herbizideinsatz, ausgewogene Düngung

Ein gut humoser Rasenboden (> 3–4 % organische Substanz) verzeiht Pflegefehler — er trocknet langsamer aus und erholt sich schneller.

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