Eisendünger ist das Symbol des Symptom-Denkens in der Rasenpflege. Eisensulfat verätzt die Moospolster — innerhalb von 24–48 Stunden sind sie schwarz und tot. Aber ohne Ursachenbekämpfung kommt das Moos im selben Jahr wieder.
Wann sinnvoll?
- als kurzfristige Maßnahme vor einem wichtigen Termin (Gartenparty, Fotos)
- in Kombination mit der eigentlichen Ursachenbehandlung — also: pH messen, Schatten lichten, aerifizieren, düngen
Wann nicht sinnvoll?
- als Routineanwendung — schiebt das Problem nur weiter
- ohne Bodenanalyse — kann den pH-Wert weiter senken und Moos langfristig fördern
- auf trockenem Rasen — verbrennt das Gras
Risiken:
- verfärbt Pflasterwege, Terrassen und Schuhe dauerhaft rost-braun
- bei Überdosierung Verbrennungen an den Grashalmen
- ändert den Boden-pH zur sauren Seite
Faustregel: Wer Eisendünger ohne Bodentest aus dem Gartencenter trägt, kuriert ein Symptom und füttert das Problem.
Detail: Moos im Rasen — Ratgeber.