Der Dollarfleck ist nach dem US-Dollar benannt — die typischen Flecken haben ungefähr dessen Durchmesser. Er gehört zu den häufigsten Rasenpilzkrankheiten in warmfeuchten Sommern.
Erkennungsmerkmale:
- Runde, klar begrenzte Flecken: 3–8 cm Durchmesser
- Farbe: strohgelb bis hellbraun, mit oft rötlichem oder wassergetränktem Rand
- Bei Morgentau: weißes, spinnwebartiges Myzel sichtbar — verschwindet wenn die Sonne trocknet
- Flecken können zusammenwachsen und größere kahle Bereiche bilden
Wann tritt er auf?
- Temperaturen: 15–30 °C
- Hohe Luftfeuchtigkeit, Tau, nachts feucht bleibender Rasen
- Stickstoffmangel (der Pilz bevorzugt geschwächte Gräser)
Abgrenzung: Nicht mit Rotspitzigkeit verwechseln — die hat unregelmäßigere Flecken und rosa-rote Fäden statt weißes Myzel.
Was tun?
- Stickstoff geben: leichte N-Düngung stärkt die Gräser spürbar
- Abends nicht wässern: morgens wässern, damit der Rasen bis Abend abtrocknet
- Nicht betreten: Sporen übertragen sich an Schuhen und Geräten
- Befallene Stellen nachsäen nach Abklingen
Fungizide sind im Hausgartenbereich selten nötig und nur in starken Befallsjahren sinnvoll.